
In der Kategorie Mietzisches Allerlei am 28.04.12 um 17:43 Uhr veröffentlicht.
Ich habe mir das Arbeitsleben anders vorgestellt. Als Erfüllung all meiner Träume und Wünsche. Als das Aufgehen in den täglichen Aufgaben und als das Glück darüber, etwas Sinnvolles zu tun. Ich will nicht sagen, dass das Arbeitsleben, so wie ich es empfinde unglücklich ist, aber es ist anders. Nicht so erfüllend, wie ich mir das vielleicht dachte. Dafür sehr ausfüllend. Es bleibt keine Zeit mehr für andere Dinge, nur freitags. Dann wenn ich ein bisschen früher heimgehen kann, spaziere ich in den von Menschen überfüllten Läden in der Fußgängerzone umher. Dann tummeln sich dort alle, die wie ich ihren Feierabend nutzen, um noch schnell ein paar Einkäufe zu tätigen. Früher bin ich einfach vormittags in die Stadt gefahren, und es war ruhig und leer. Jetzt vergeht mir der Spaß am Shoppen, ich mag keine Menschenmengen. Statt abzuschalten, wird man von dem Stress der anderen erfasst.
Ich habe keine Zeit mehr für die Dinge, für die ich früher jede Menge Zeit hatte. Aber ich habe soviel zu tun, dass ich gar nicht dazu komme, sie zu vermissen. Eine Stunde mit Menschen zu verbringen, kostet mittlerweile viel Zeit und Kraft – Zeit und Kraft die mir am nächsten Tag spürbar in der Arbeit fehlen. Auch den Bayern abends zuzusehen ist schwieriger geworden. Zuletzt bin ich sogar beim Pokalspiel, während des Elfmeterschießens eingeschlafen. Bei der Champions League natürlich nicht! Am nächsten Morgen war ich dafür ein Zombie und die Arbeit dauerte doppelt so lange wie sonst.
Manchmal erschreckt es mich, wieviel Konzentration man in diesen 8 Stunden haben muss. Lässt man nach, schleichen sich Fehler ein. Manchmal kann man gar nichts dagegen tun. Sie sind einfach da. Lese ich dann meine Meldungen am nächsten Tag, ärgere ich mich über meine Dummheit. Andrerseits ist es schön, zu wissen, dass man arbeiten kann, indem man sich auf seinen Kopf verlässt. Das ist tatsächlich eines der vergnüglichsten Gefühle, die ich bei der Arbeit verspüre. Allein dadurch, dass sich Gehirnzellen bewegen, verdiene ich mein Geld. Ich finde das sogar phänomenal. Ich mache eigentlich nichts; ich sage nur meinem Kopf, dass er etwas tun soll, und allein dafür bekomme ich Geld.
Naja, andrerseits habe ich gerade nicht mehr so viel vom Leben. Ich stehe morgens auf, fahre in die Arbeit, arbeite, fahre heim, falle ins Bett und stehe morgens wieder auf. Anfangs war das hart, weil nichts dazwischen übrig bleibt. Und das Wochenende dient zum Erholen und zum Einkaufen. Ehrlich gesagt schlafe ich samstags nur. Sonntags haben dann ärgerlicherweise die Läden zu. Den Montag liebe ich. Eigentlich seltsam, die meisten Menschen mögen keine Montage, aber an welchem Tag der Woche ist man geistig so fit wie am Montag?
Dann gibt es die wenigen Stunden, in denen ich auf dem Balkon sitze, so wie jetzt gerade. Der Wind weht, die Vögel zwitschern, das Grün der Bäume schaukelt im Rythmus des Windes. Dinge, die mir vorher nie aufgefallen sind. Wenn man so unglaublich viel Zeit hat, vergisst man die ruhigen Minuten zu schätzen. Ich freue mich mittlerweile, wenn abends etwas Gutes auf dem Tisch steht. Das fand ich früher schon schön, aber nicht so, nicht mit diesem Genuß.
Das mit dem Malen geht nicht mehr. Dazu habe ich nicht mehr das Herz und auch das Schreiben fällt mir zunehmend schwerer, denn die Begeisterung für die alltäglichen Begebenheiten beginnt zu schwinden. Über die Schönheit eines orangefarbenen Daches im blauen, wolkenfreien Himmel kann ich hier nicht schreiben. Und meine mietzischen Skurillitäten beginnen mich dagegen zu langweilen. Zuletzt wollte ich über den netten Menschen berichten, der mir meinen Morgen gerettet hatte. In Einem Coffee-Shop in München gibt es einen bezaubernd netten Verkäufer, der morgens so unglaublich herzlich strahlen kann, so dass es kaum jemanden gibt, der diesem Lächeln widerstehen kann. So dachte ich. Als ich das zweite Mal dort hinging, fing ich schon an zu zweifeln. Beim dritten Mal, ging mir der Knabe mit seiner guten Laune dermaßen auf die Nerven, dass ich seitdem den Laden meide. Ja, so kann ich also auch nicht über den herzerfrischenden Kaffee-Verkäufer schreiben. Oh, und da fällt mir noch der Bauarbeiter ein. An einem Montag, ich war mit irgendetwas unzufrieden und da man mir jegliche Herzregung im Gesicht ablesen kann, rief mir einer der Bauarbeiter auf der benachbarten Baustelle laut zu, wie man mit so einem grantigen Gesicht herumlaufen könne. Erstaunlicherweise hat das meinen Tag gerettet. Ich muss immer noch innerlich lachen, wenn ich an unsere Begegnung denke, wie böse ich ihn in diesem Moment angeschaut haben muss und wie unfreundlich ich doch war. Jedes Mal nehme ich mir vor, wenn ich ihn wiederseh, dieses Mal freundlicher zu sein, aber seitdem hab ich ihn nie mehr getroffen… Ja, diese kleinen Geschichten sind im Moment alles was mir bleibt. Sie sind nicht besonders aufregend. Nicht spektakulär. Aber sie sind die Dinge, die mir so manchen Tag retten, von dem ich nichts Gutes zu erwarten habe.
Selbst wenn ich sovieles hergeben musste, was ich geliebt habe, hat mir das Leben doch wenigstens ein paar anderen Schönheiten geschenkt. Es ist wie es ist, man darf nicht jammern. Solange man die Sonne auch hinter den Wolken spürt, solange man ab und zu die Mauern um sein Herz entfernen kann, solange ist man nicht verloren und solange kriegt mich auch das Arbeitsleben nicht unter!

In der Kategorie Mietzisches Allerlei am 26.02.12 um 22:57 Uhr veröffentlicht.
…wochenlang habe ich mit einer Testversion an einem Content-Management-System herumgebastelt. Zweimal hab ich es fehlerfrei installiert. Heute, weil ich mich für die Arbeit vorbereiten wollte, heute, hab ich es nochmal installieren wollen und nichts, aber auch gar nichts hat nun mehr funktioniert. Ich werd noch ganz verrückt.
Stunden um Stunden hab ich jetzt mit Dingen verbracht, die mich vor einem Monat höchstens Minuten gekostet haben. Das Leben ist manchmal schon doof und ich werd gleich ganz irr. Ich glaub, das soll heute einfach nicht sein! Dann halt nicht!
Geh ich halt schlafen und ins Bett!
Gute Nacht!

In der Kategorie Mietzisches Allerlei am 01.01.12 um 22:35 Uhr veröffentlicht.
Ich habe mich nicht geändert! Nicht in diesem neuen Jahr. Ich werde Euch weiterhin mit meinen (liebenswerten) Fehlern verfolgen. Das erste Mietzgeschick fand schon in den ersten Minuten des Neuen Jahres statt. Was das wohl war? Tja, ich wollte ja passend zur Kategorie Feuerwerke auch wenigstens ein schönes Feuerwerk mit meinem Blitzgewitter festhalten. Irgendwie fand ich die Fotos zwar sehr sehr dunkel, aber es war ja auch dunkel…
Der wirkliche Fehler ist mir dann erst später aufgefallen…. naja echte mietzische Feuerwerksbilder zum Neuen Jahr eben!

In der Kategorie Mietzisches Allerlei am 07.12.11 um 18:56 Uhr veröffentlicht.
Achtung, heute werden ein paar Dinge umgebaut, unter anderem die Kommentarfunktion und die Suchfunktion. Es kann also zu Ausfällen kommen. Also bitte nicht wundern, morgen sollte alles wieder korrekt funktionieren. Der Herr aus Hannover darf mir dann auch gerne neue Verbesserungsvorschläge schicken, denn bis morgen will ich all das was ich als sinnvoll erachtet habe umgebaut haben! (und das war der Großteil seiner Vorschläge auch, der Rest ist, da gebe ich ihm Recht, Geschmackssache!)

In der Kategorie Mietzisches Allerlei am 07.11.11 um 13:09 Uhr veröffentlicht.
Es ist vollbracht, wenn auch noch nicht vollständig. Aber das übergreifende Thema dieses blogs ist nicht umsonst “Under Destruction”. Die Seite wird, wie ich mich kenne, ohnehin der Vergänglichkeit ausgesetzt sein. Einem stetigen Wandel.
Ich hoffe ihr seid nicht enttäuscht über die Schlichtheit meines Designs, aber ich gebe zu, ich wollte etwas, was möglichst wenig ablenkt vom Text und das nur die nötigsten Funktionen beinhaltet. Es wird noch ein Archiv folgen und vielleicht noch ein paar nötige Extras über die ich mir noch keine Gedanken gemacht habe. Trotz allem denke ich, passt das Design gut.Die Ruine spiegelt nochmal das Thema wider und ist farblich konform mit der herbstlichen Jahreszeit. Ich mag das Bild sehr, auch wenn ich anfänglich meine Schwierigkeiten damit hatte, weil es ja doch irgendwie recht unfertig ist. Aber im Leben ist es ja genauso, man wird niemals richtig fertig, rennt gegen Mauern, stürzt sie um oder schlägt sich den Kopf an. Ich bleibe dabei, das Leben ist ein Kampf, aber einer, den man sowohl mit einem lachenden als auch einem weinenden Auge führen sollte. Nein, ich mag gar nicht zu philosophisch werden und auch diese dunkle Jahreszeit kann nicht verhindern, dass mein Herz trotz allem geradezu himmelwärts schlägt und meine Seele gerade nicht in den Tiefen des Seins verweilen mag.
Ich finde das Leben schön. Schön – nicht wunderschön, aber auch nicht schrecklich traurig. Und besser geht es eigentlich gar nicht.
Demnächst werde ich ein paar Kategorien einfügen, bisher gibt es nur “Allgemein” wo eben allgmeines Platz hat. Ich habe aber noch ein paar Ideen, wie ich das Ganze erweitern möchte. Ausserdem habe ich dafür gesorgt, dass es nun zu jedem Artikel ein Bild geben wird, dass das Ganze dann auch thematisch einordnet. Wie ihr ja wisst, bin ich ein recht visueller Mensch, deswegen ist das eigentlich ganz allein mein eigenes Highlight. Das muss man sich auch gönnen, bei dem eigenen blog.
P.S. Und ja auch die Kommentare werden noch verbessert, aber wie gesagt, alles hier ist noch under construction.

In der Kategorie Mietzisches Allerlei am 05.11.11 um 10:41 Uhr veröffentlicht.
So ihr Lieben,
bitte erschreckt nicht, ich bin heute in meiner Testphase, das sieht man wahrscheinlich auch, es ist auch noch eine einzige Baustelle. Normalerweise würde ich auch lieber im Geheimen herumwerkeln (das ist durchaus möglich! auch bei mir!) aber, ich dachte mir damit ich fertig werde und wer Lust hat und sich an diesem wunderbar sonnigen Samstag langweilt, kann zugucken, wie hier etwas entsteht – oder auch nicht.
Also seid lieb, hackt mir nichts, ich kann mich grade nicht um alles kümmern. Und das Design, so wie es hier steht, wird definitiv so nicht übernommen. Das war nur mein erstes Word-Press-Theme per Schritt für Schritt Anleitung, und ich dachte mir, es kann ja nicht schaden, die Grundlagen aufzufrischen um danach die Technik zu zwingen, genau das zu tun was ich will! Wenn Euch langweilig ist, dürft ihr auch gern Kommentare abgeben.. aber noch nicht jetzt, jetzt geh ich erst laufen und dann kümmer ich mich um die Kommentare. Und wehe ihr bringt mir irgendwas zum Abstürzen! Wobei, das passt schon so.
So genug! Probieren wirs einfach aus.