In der Kategorie Mietzemärchen am 03.03.12 um 00:31 Uhr veröffentlicht.

mytig

Ich bin heute unwillkürlich an meine Kindheit erinnert worden. Genauer gesagt an meine Kindergartenzeit. Zurückblickend gibt es davon zwei verschiedene Versionen. Meine Version ist die eines verschüchterten Mädchens, mit dem keiner spielen wollte. Die Version meiner Mutter ist eine ganz andere.
Als verwöhntes und verzärteltes Kind wurde ich regelmäßig von meiner Mutter persönlich mit dem Auto vor dem Kindergarten abgeliefert, damit ich eine halbe Stunde länger schlafen konnte und nicht mit dem Schulbus fahren musste (ja, ich war schon immer eine kleine Prinzessin gewesen).
In dem Augenblick, als ich den Raum unserer Kindergartengruppe betrat – so die Version meiner Mutter – stieben die Kinder ehrfurchtsvoll auseinander und riefen “Macht Platz, der Chef kommt!” und ich konnte dann in aller Ruhe und ungestört mit den begehrten neuen Legoklötzen spielen.
Ich weiß es wirklich nicht mehr, wie es damals war. Eigentlich kann ich mir beide Versionen gut vorstellen, aber sie sind einfach völlig konträr zueinander. Meine Mutter und ich haben meine Kindergartenzeit jeweils völlig anders wahrgenommen. Andrerseits kann ich mich erinnern, dass ich einmal morgens mit dem Schulbus mitfahren musste. Weil mir das nicht gepasst hat und ich keine Lust hatte in den Kindergarten zu gehen, ging ich stattdessen einfach in der Stadt spazieren. Leider blieb mein Ausflug nicht unentdeckt und ich wurde kurzerhand eingesammelt und bei der Kindergärtnerin persönlich abgeliefert. Was für eine Schmach!

Genauso, wie mich meine Mutter immer wieder in den Kaufhäusern an den Kindervermisstenstellen abholen musste, weil ich wieder mal verloren ging. Ich war ein Kind, das ständig verloren ging, kaum passte man nicht auf mich auf, war ich schon wieder über alle Berge und musste dann später dafür sorgen, dass man mich wieder fand. Ich hatte richtig viel Erfahrung im Verlorengehen. Später in der Grundschule, als wir einen Ausflug in den Zoo machten, verschwand ich mit einem Mitschüler wieder mal spurlos aus unserer Gruppe. Der arme Junge weinte herzzereißend, was ich gar nicht verstehen konnte. Ich wusste einfach schon aus Erfahrung, dass alles immer gut ausgeht und genoss stattdessen die vielen Tiere, die wir auf unseren Irrwegen antrafen. Meine Klassenlehrerin beschwerte sich anschließend bei meiner Mutter über meine Kaltblütigkeit. Mann, war das eine dumme Nuss gewesen! Aber sie mochte mich nicht und ich sie auch nicht. Ihr fehlte ein Auge und mir zwei Ohren, wir waren einfach nicht kompatibel. (Ich sollte auch nicht erwähnen, dass mich meine Klasse am liebsten erwürgt hätte, als ich anfing ihnen zu erzählen, wie spannend der Ausflug im Zoo war, weil ich die Flamingos und die Tiger gesehen hatte und sie nicht. Denn die anderen mussten die ganze Zeit durch den Zoo herumirren, um uns zu finden). Ich gebe es wirklich zu ich war ein wenig eigen, aber ich konnte ja nichts dafür!

Andrerseits mag ich die kleine mietze ungeheur gerne, weil sie ständig Dinge gemacht hat, die ich mir heute weiß Gott nicht mehr trauen würde. Den Obsthändler hatte ich mal wüst beschimpft. Wir waren in seinem Obstladen und ich stand mal wieder dekorativ im Weg. Nachdem meine Mutter mir zu verstehen gab, dass der Chef des Ladens mit seinen Obstkisten an mir vorbei möchte und ich doch bitte zur Seite gehen sollte, warf ich meinen vernichtenden Blick auf diesen sogenannten Chef. “Das ist doch kein Chef, der trägt ja Kisten, mein Vater, das ist ein richtiger Chef, der würde nie im Leben Obstkisten herumschleppen” motzte ich in äußerst schlechter Laune den Chef des Ladens nieder. Ach, hatten mich da alle Frauen geliebt, die in dem Laden anwesend waren. Dieser Chef war ein besonders fieser Mann, der seine Frau äußerst schlecht behandelte (was ich natürlich nicht wissen konnte) und umso mehr freuten sich die Leute, dass er von so einem kleinen Kind so blöd angeredet wurde. Jaja, damals, da hatte ich noch Mut.

Soviel Mut, dass kein Baum und kein Meer vor mir sicher war. Wie oft musste man mich wieder kurz vor dem Ertrinken retten, wie oft wäre meine Mutter halb in Ohmacht gefallen, wenn ich wieder die Treppen von unten hochgeklettert war, meine Beine durch die offenen Treppenstufen schob und kopfüber von der Decke baumelte.
Mut war mein zweiter Name. Mit drei Jahren gab es keinen Jägersteig in unserem Wald den ich nicht erklettert hatte. Kein Teich, in den ich nicht einfach hineinhüpfte, weil ich Wasser so gerne mochte. Der Alptraum aller Eltern. Und dann kam einfach ein blöder LKW und ich hatte vergessen was Mut ist. Ich glaub nicht einmal, dass es der Unfall war, der mir den Mut nahm, denn schon wenige Minuten danach war ich ja tapfer wieder aufgestanden. Das, was wirklich schlimm war und an was ich mich noch mit Grauen erinnere, war, dass ich ein paar Tage ans Bett gekettet war. Nicht im metaphorischen Sinne, sondern wirklich mit Klettverschlüssen, so dass ich mich nicht bewegen konnte. Das ausgerechnet so etwas jemanden bricht.
Die Tatsache nicht mit meiner Mama nach Hause zu dürfen, die Tatsache, nicht mehr die Welt erobern zu können und dann noch diese Stille. Die bunte Welt war nicht mehr bunt. Ich hatte kurz den Tod ins Angesicht geschaut und hatte so das Fürchten gelernt.
Manchmal bin ich traurig, dass ich nicht mehr dieser mutige Krieger bin, der gegen alles und nichts gekämpft hat. Ich konnte auf keine Jägersteige mehr klettern und alles jagte mir lange Zeit Angst ein. Ich war nicht mehr der Chef und nicht mehr der Haudrauf, auch wenn ich so manches mal mich mit anderen Kindern prügelte, aber die Überlegenheit war verloren.
Es hat lange gedauert, etwas zu finden, das den Mut ersetzt. Aber ich hab irgenwdann dann doch etwas gefunden. Leider denk ich nicht jedesmal daran, genauso, wie man eben nicht immer mutig ist. Aber es ist etwas, das das Leben unheimlich einfach macht.
Wenn man nicht mutig sein kann, muss man sich eben viel Humor zulegen. In dem Fall ist man fast so unverwundbar, wie wenn man stets die Welt besiegen will.

Es wurden folgende Tags vergeben: ,
6 Kommentare

In der Kategorie Mietzemärchen am 25.02.12 um 19:57 Uhr veröffentlicht.

Unverständliche Liebe

Heute gefunden und weitergeträumt:

Miau“Ich liebe Dich” sagte die kleine Maus. “WTF” dachte der Kater konsterniert. “Na, ich liebe Dich! Mit ganzen Herzen” bekräftigte die kleine Maus nochmal. Der Kater sah sie immer noch verblüfft an. Sollte die kleine Maus nicht längst auf seinem Teller liegen? Was zum Teufel laberte dieses Mäuschen da?. “Ich liebe Dich”, sagte die Maus, “Miau!”.
Der Kater sah immer noch das Mäuschen an und fragte sich, was er nun machen solle, ja, was das alles eigentlich überhaupt bedeuten sollte. Es ging völlig über seinen Horizont hinaus. “Ich liebe Dich”, seufzte die Maus, “auch wenn ich extra Deine Sprache gelernt habe und in Deinen Worten mit Dir spreche, so verstehst Du mich trotzdem nicht. Warum nur? Sagt Dir die Bedeutung des Wortes Liebe nichts? Ich werde so lange “Ich liebe Dich sagen”, bis Du irgendwann verstanden hast, was ich meine!”

“Ich liebe Dich ganz einfach, Miau!”

Es wurden folgende Tags vergeben: , , , , , , ,
4 Kommentare

In der Kategorie Mietzemärchen am 29.01.12 um 00:04 Uhr veröffentlicht.

Mama und ich

Völlig unterschiedlich sind wir. Meine Mutter ist 71 und ich bin 40 Jahr jünger. Dazwischen kam dann noch mein Bruder, als es noch ein echter Skandal war, ein uneheliches Kind zu bekommen.
Als meine Mutter damals zur Welt kam, da war gerade Krieg. Sie wurde in einer Welt groß, die ich mir nicht vorstellen kann. Aber ich glaube es war auch irgendwie schön damals.
Wenn man mit einem Bierkrug zur nächsten Wirtschaft ging, um den Vater seine Biermass zu holen und heimlich vom Bier trank, während sich der Vater darüber aufregte, wie schlecht der Wirt ausschenkte.
Wenn man die Zigaretten sammelte, die von den Amerikanern nach der Besatzung an die Kinder “verteilt” wurden und sie heimlich rauchte, statt sie dem Vater auszuhändigen. Nein, nicht dass die amerikanischen Soldaten den Kindern Zigaretten gegeben haben, sie haben sie angezündet, einmal daran gezogen und dann demonstrativ weggeworfen, während sich die Kinder auf die brennenden Glimme stürzten, um ihren Eltern eine Zigarette nach Hause zu bringen.
Ach wie abenteuerlich stell ich mir das vor, als die Bahnhöfe noch echte Bahnhöfe waren, und das ganze Leben ein einziges Abenteuer. Damals, so erzählte mir meine Mutter oft, als sie ein Kind war, war es strengstens verboten mit envangelischen Kindern zu spielen, und man durfte auch keine envangelische Kirche betreten. Wie gerne hätte sie nur einmal durch einen Türspalt hindurchgelugt um zu sehen, wie so eine envangelische Kirche im Inneren aussieht.
Später dann mit 38 (also ganz viel später, als es keine Schande mehr war), hat sie meinen envangelischen Vater geheiratet.
Meine Mutter und ich, wir sind sehr verschieden, das fängt schon an mit dem Aussehen. Sie ist mehr der schwedische Typ, während man mich öfters mal ins Lager der Russen sortiert; weiß Gott warum. Aber nicht nur vom Aussehen her sind wir grundverschieden, auch vom Wesen her. Selbst wenn meine Mutter immer wieder erzählt, wie frech sie als Kind war, ich kann es ihr bis heute nicht abnehmen. Weil sie sich ja doch ständig um alles kümmert. Weil sie alles erträgt und ständig eingeschnappt ist. Weil sie sich über ganz andere Sachen als ich, den Kopf zerbricht. Was ich auf die leichte Schulter nehme, nimmt sie schwer, und was ich schrecklich finde, interessiert sie gar nicht. Wie oft geraten wir aneinander. Weil ich ihre Einstellung unakzeptabel finde, weil ich der Meinung bin, dass sie mich bevormundet und bemuttert, und weil ich alles sowieso viel besser weiß.
Dafür verzweifelt sie an meinem Chaos, das ich ständig hinter mir her trage, an meiner Unfähigkeit, die Dinge aufzuräumen, die ich irgendwo herausgezogen habe, und an meiner Art und Weise, meine Meinung zu sagen. Gibt es je etwas worüber wir je mehr streiten als über ihre Gutmütigkeit? Ich weiss nicht, wie man sich oft so ausnützen lassen kann, noch weniger weiss ich, wie man so unfähig sein kann, mal auf den Tisch zu hauen und zu sagen: so nicht!!! Dafür verzweifelt meine Mutter an meiner fehlenden Diplomatie.
Heute hatten wir auch wieder so einen Tag. Wenn bei uns etwas schief geht, dann motze und mecker ich, bis meine Mutter sauer wird. Dann reden wir beide nicht mehr miteinander und gehen uns demonstrativ aus dem Weg. Heute war das wieder so. In Gedanken ziehe ich dann schon weit weit weg von Zuhause, sehe mich für immer verschwinden, während meine Familie bitterlich weint, führe ich ein glückliches und zufriedenes Leben einsam und alleine. Ja, nie wieder würde ich mit ihr reden!
Das hält dannn, wie man sich sicherlich schon denken kann, doch nicht so lange an. Heute waren wir sogar richtig schnell mit dem Versöhnen, weil wir morgen überraschend eine neue Wohnung besichtigen, und das ist dann doch wieder ein bisschen wichtiger als die dramatische Stimmung daheim.
Manchmal ist meine Mutter nämlich richtig in Ordnung, da hab ich sie richtig gern, dann wenn sie von früher erzählt, und wie das damals so war.
Wir waren ja beide schon mal in der Zeitung, nicht zusammen, sondern jede für sich allein. Ich, weil ich mit 3 Jahren einen Unfall hatte, der dann natürlich in die heimische Zeitung kam und meine Mutter, die konnte man sogar schon mal in der New York Times begutachten… als Deutsches Fräuleinwunder. Meine Mama!
Das hab ich auch erst heute erfahren, aber ich war ganz stolz auf sie. Wenn wir mal den Umzug erst einmal geschafft haben, dann scann ich die Fotos ein und zeig sie Euch mal (ich kenn sie auch noch nicht, die liegen noch bei meinem Bruder rum). Jaja, meine Mama, die ist eigentlich schon ganz okay!

So, heute hab ich dann auch das Foto bekommen, obwohl ich ein bisschen enttäuscht bin irgendwie, ich hab mir das viel glanzvoller vorgestellt. Die Serie hieß damals “Deutsches Fräuleinwunder – Deutsche Mädchen bei der Arbeit” (oder so ähnlich) und mein inneres Auge stellte sich hübsche adrette Frauen vor ihren Schreibmaschinen vor. Jetzt bin ich doch ein wenig enttäuscht, dass das so ein normales Bild geworden ist, aber man muss immerhin dazu sagen, dass meine Mutter ein paar Stunden vor dem “Shooting” nichtsahnend beim Zahnarzt saß und sich ihren Weisheitszahn ziehen ließ. Als sie danach dann zur Arbeit ging, wurde sie dann gefragt, ob sie nicht auch mitmachen will. So entstand dann das Foto.

Deutsches Fräuleinwunder beim Arbeiten

Es wurden folgende Tags vergeben:
10 Kommentare

In der Kategorie Mietzemärchen am 11.12.11 um 02:14 Uhr veröffentlicht.

Mietzemärchen

Es war einmal vor langer langer Zeit, da lebte ein König. Dieser König hatte einen Sohn, den er sehr liebte und deswegen die beste Erziehung genießen ließ. Sein Sohn wurde so wunderbar ausgebildet, dass er alles wusste, was wichtig war im Leben. Er konnte logisch denken aber ebenso war er musisch geschult worden und auch sein Körper war von den täglichen Sportübungen am Morgen gestählt.
Eines Morgens, als er zur morgendlichen Übung sein Pferd ausritt, traf er ein schäbig aussehendes Mädchen, da bitterlich weinte. Es weinte so schrecklich und herzzerreissend, dass der Königssohn stehenblieb und vom Pferd sprang und das Mädchen fragte, was denn der Grund ihres Weinens sei. Da erzählt das Bettelmädchen, dass es sich in den Müller verliebt habe, der wolle sie aber nicht heiraten, weil er dachte, sie würde es nur auf sein Geld abgesehen haben. Dabei liebte sie ihn ja von Herzen und nicht sein Geld.
Der Königssohn war ganz ergriffen von dieser traurigen Geschichte und verliebte sich unsterblich in das Mädchen. Aber das Mädchen war so sehr mit ihrer Traurer über den Müller beschäftigt, dass es den Königssohn gar nicht wahrnahm.
Der Königssohn wollte dies ändern und dachte sich, dass er das ja schaffen könnte, indem er das Mädchen beeindrucken werde. So ritt er geschwind los zu dem bösen Drachen, den er besiegen wollte. Denn, so war er sich sicher, das Bettelmädchen würde sich bestimmt vor lauter Begeisterung in ihn verlieben. Leider wollte der Drache nicht sterben und flambierte den Königssohn.
Das war die Geschichte des klugen gut gebildeten Sohn des Königs.
Ein anderer König im Nachbarsland, der hatte auch einen Sohn. Auch dieser Sohn ritt eines Tages aus und traf auf das bitterlich weinende Mädchen, das immer noch voller Kummer über den Müller war. Er bat dem Mädchen sein Herz und sein Reich an, doch das Mädchen wollte davon nichts wissen und so starb er an gebrochenen Herzen, noch ehe der Abend hereinbrach.
Das war die Geschichte des sensiblen Sohn des Königs aus dem Nachbarland.
Ein weiterer König hatte in einem anderen Land auch einen Sohn. Dieser Sohn wurde früh ausgebildet, die Finanzen seines Reiches gut zu verwalten. Eines Morgens ritt er den König des ersten Landes besuchen um ihn sein Beileid über den tragischen Drachentod seines Sohnes auszusprechen. Er traf dabei auf dem Weg, wie könnte es anders sein, das bitterlich weinende Bettelmädchen. Ausgerechnet heute, war sie nochmal bei dem Müller gewesen um ihm ihr Herz zu schenken und er hatte es geradewegs wieder zur Tür hinausgefegt. Da weinte das Mädchen so bitter bitter bitterlich, das dem dritten Königssohn ganz schwer ums Herz wurde und er ersann sich eine List. Er kaufte alle Müllereien im Lande auf und senkte die Mehlpreise, so dass der Müller bankrott ging. Nun hoffte er, dass das Bettelmädchen den Müller nicht mehr toll finden würde und stattdessen ihn erhören würde. Aber er hatte die Rechnung ohne die Untertanen gemacht. Denn sobald er sich nicht mehr um die gekauften Müllereien kümmerte, gab es im ganzen Land kein Mehl mehr und die Bauern und Bürger revolutionierten und die Revolution streckte sich bald bis in die Nachbarländer aus und alle Könige und Königssöhne wurden dabei enthauptet.
Das war die Geschichte über die Könige und ihre Söhne des Landes.
Das Mädchen suchte nun wieder den mittlerweile mühlelosen Müller auf und fragte ihn wieder ob er sie nun, da er sein ganzes Vermögen verloren hätte, nicht doch heiraten möge. Der Müller überlegte und überlegte und kam schließlich zu dem Schluss, dass er doch jetzt schon so lange das Alleinsein genossen hätte, dass er sich gar keine Frau mehr vorstellen könne, und dass er doch lieber allein bleiben wolle.
Das Bettelmädchen hatte nun aber langsam die Nase voll, wenn es in der ganzen Zeit gescheit gearbeitet hätte, in der es seine Tränen vergossen hatte, wäre sie womöglich schon reich geworden. Und als hätte der Himmel nur auf diese Erkenntnis gewartet, ließ er für jede ihrer vergossenen Tränen dicke Goldtaler auf die Erde herabregnen. Das Bettelmädchen freute sich sehr darüber und baute sich eine Mühlindustrie ganz für sich alleine auf. Als das Geschäft florierte, kaufte sie sich darüber hinaus den erfolgreichsten Fussballclub des Landes und wurde seine Präsidentin. Doch da das Bettelmädchen seine große Liebe niemals ganz vergessen konnte, durfte fortan im Sturm nur noch ein Müller spielen.
Das war die Geschichte des Bettelmädchens und dem einsamen Müller.

Jaja, ich konnte nicht anders…. man verzeihe mir meinen schrägen Humor…
P.S. Der Müller wurde indes glücklich als Schweinihirt und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute

Es wurden folgende Tags vergeben:
4 Kommentare