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	<title>Under Destruction</title>
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    <title>Under Destruction</title>
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		<title>Blauer Dunst</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 07:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Farbenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwerke]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Keine Ahnung was Du Dir erwartet hast&#8230;&#8221; &#8220;Hast Du wirklich gedacht, ich würd Dir am Morgen Kaffee und frische Brötchen ans Bett bringen? Hey, es war nur so. Nur zum Spaß. Morgens frühstücke ich nunmal nicht. Wenn Du Kaffe willst, koch ihn Dir selbst, oder seh ich aus wie ein Heimchen an Herd? Kein Grund [...]]]></description>
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<p>&#8220;Keine Ahnung was Du Dir erwartet hast&#8230;&#8221;<br />
<a href="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/blauer_dunst.jpg"><img src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/blauer_dunst.jpg" alt="" title="Blauer Dunst" width="445" height="600" class="alignnone size-full wp-image-1351" /></a> &#8220;Hast Du wirklich gedacht, ich würd Dir am Morgen Kaffee und frische Brötchen ans Bett bringen? Hey, es war nur so. Nur zum Spaß. Morgens frühstücke ich nunmal nicht. Wenn Du Kaffe willst, koch ihn Dir selbst, oder seh ich aus wie ein Heimchen an Herd? Kein Grund für Dich beleidigt aus meiner Wohnung zu stürmen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Eigentlich bin ich froh über diesen kurzen schmerzloser Abschied ohne lange Diskussionen, ohne dieses mühselige Erklären-Müssen. Dass es nur eine Nacht war, nur so zum Spaß. Hab&#8217; immer gedacht, dass doch gerade Ihr Männer dafür Verständnis haben müsst. Stattdessen zickt ihr, wenn man Euch zu verstehen gibt, dass es kein zweites Mal mehr geben wird. Was habt ihr Euch denn gedacht, als ich Euch mit nach Hause genommen hab&#8217;?&#8221;</p>
<p>&#8220;Klar, das ist die Sache mit dem Stolz, mit Eurem Ego. Normalerweise seid Ihr die, die bestimmen wann es vorbei ist. Tut mir leid für Dich, war ich eben schneller. Hätte ich Dich gefragt, wann wir uns wiedersehen, wärst mir gewiss ausgewichen. Oder hättest Dich noch ein paar Mal mit mir getroffen und mich dann abserviert. Jetzt bin ich Deine unerreichbare Traumfrau, so wie ich die Traumfrau vieler Männer geworden bin. Euch reizt meine Freiheitsliebe. Doch kaum wollt ihr mich, wollt Ihr meinen Willen brechen. Dann soll ich Euch bekochen, keinen anderen Kerl mehr haben und Euer Klo putzen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Versteh&#8217; eh nicht, warum Du heute morgen so gezickt hast. War doch eh klar. Was für eine ich bin, sieht man doch auf den ersten Blick. Weltverbessern-wollender-Dummkopf.&#8221;</p>
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		<title>Diät für den Geist</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 13:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchstabenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Idee]]></category>
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		<description><![CDATA[Tagein, tagaus muss ich quasseln. Um Informationen zu vermitteln, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, und weil ich die Stille in manchen Momenten nicht ertrage. Man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Worterguss. Je mehr Worte den Weg nach draußen finden, desto mehr stumpft man innerlich ab. Denkt nicht mehr über die Bedeutung des Gesagten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tagein, tagaus muss ich quasseln. Um Informationen zu vermitteln, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, und weil ich die Stille in manchen Momenten nicht ertrage.<br />
Man gewöhnt sich unglaublich schnell an diesen Worterguss. Je mehr Worte den Weg nach draußen finden, desto mehr stumpft man innerlich ab. Denkt nicht mehr über die Bedeutung des Gesagten nach, verliert sich in Allgemeinplätzen, und gibt oft nur noch Dummheiten von sich. Im Moment kann ich das an mir selbst beobachten: Sobald mir ein Mensch begegnet, beginne ich &#8211; ohne Nachzudenken &#8211; Fragen zu stellen, Gefälligkeiten auszutauschen und schwupp di wupp sage ich schon wieder etwas völlig Unnötiges und Dummes. Dann fängt das Grübeln an. Wie mache ich das wieder gut? Wie kann ich diesen Fehler am besten meinem Gegenüber erklären? Als wenn es nicht besser wäre, statt weitere Worte des Erklärens, den Fehler lieber mit Schweigen auszugleichen&#8230;<br />
Ach, über solche Ärgernisse, kann ich stundenlang nachdenken, während mein Gegenüber wahrscheinlich das letzte Gespräch schon längst vergessen hat; genauso wie ihm höchstwahrscheinlich der logische Widerspruch meines Gesagtem nicht einmal aufgefallen ist. Selbst wenn? Ich muss nicht perfekt sein!<br />
Trotzdem sollte ich nicht soviel reden. Es gibt nichts schlimmeres als eine Sache totzureden, den Gesprächspartner mit seinen Worten in Grund und Boden zu stampfen. Bei Polt, einem bayerischen Kabarettisten, der dieser Tage 70 geworden ist, habe ich letztens etwas Schönes in einem Interview gelesen: &#8220;Der Mensch macht Geräusche, und durch ihn gehen Geräusche. Das schöne Wort &#8220;Person&#8221; meint ja: &#8220;etwas, durch das es hindurchging&#8221;. Der Mensch ist ein Instrument, könnt&#8217; ma sagn.&#8221; (aus dem Münchner Merkur).<br />
Der Mensch als Instrument, dessen Laute Töne sind, die mehr oder weniger Sinn ergeben. Stell&#8217; ich mir das bildlich oder akustisch vor, dann seh ich eine Tröte vor mir, die möglichst viele Töne in die Welt trötet. Und kein Mensch erträgt eine ewigwährende Tröte, genausowenig wie der Mensch von einer ewigwährenden Stille begeistert wäre. Denk&#8217; ich also an dieses Instrument, dann will ich doch lieber eines sein, das zur rechten Zeit seinen Einsatz anstimmt, dass nicht zuviel und nicht zu wenig klingt und dass vor allem auch andere Instrumente zum Einsatz kommen lässt. Das ist gar nicht so einfach! Es ist eine echte Kunst mit dem Reden und dem Sagen.<br />
Deswegen habe ich beschlossen, eine Woche nur das Nötigste von mir zu geben. Nur dann, wenn Informationen brauchbar sind, nur dann wenn es einer Aufmunterung bedarf, dann also will ich Laute von mir geben. Eine Woche lang. Das wird schwierig. Eine Wortdiät &#8211; schlimmer als jeder Essensverzicht, denn ich nähre mich von Worten. Aber nun gut, eine Woche. Von nun an; so soll es sein!</p>
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		<title>Und wenn, dann bist Du tot</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 15:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Farbenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwerke]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hab&#8217; mich die letzte Zeit oft gefragt was mit mir los ist. Seit zwei Wochen habe ich einen geistigen Leerlauf. Keine Ideen mehr, keinen Elan, keinen Geist, keine Hingabe, nur noch völlige Ausgelaugtheit. Nachdem ich versucht habe mich heute zum Lesen zu zwingen, damit ich in der Arbeit wieder besser werde und schließlich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/WennDann5.jpg"><img src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/WennDann5.jpg" alt="" title="Wenn dann, dann bist Du tot" width="500" height="674" class="alignnone size-full wp-image-1324" /></a><br />
Ich hab&#8217; mich die letzte Zeit oft gefragt was mit mir los ist. Seit zwei Wochen habe ich einen geistigen Leerlauf. Keine Ideen mehr, keinen Elan, keinen Geist, keine Hingabe, nur noch völlige Ausgelaugtheit.<br />
Nachdem ich versucht habe mich heute zum Lesen zu zwingen, damit ich in der Arbeit wieder besser werde und schließlich das Unterfangen augegeben habe (man kann sich nicht immer zwingen, und doch, kann ich mich schon seit zwei Wochen nicht mehr zwingen). Ist mir etwas eingefallen. Etwas, was ich mittlerweile völlig vergessen habe. Etwas, an das ich die letzten zwei Wochen auch kaum mehr mit Sehnsucht gedacht habe. Und heute war es egal, wie es aussehen würde. Hauptsache schnell, Hauptsache jetzt, Hauptsache ja, ich weiß auch nicht genau was nun die wirkliche Hauptsache war.<br />
Egal was es ist, egal wie schrecklich schlecht ich mich in der Arbeit fühle, und egal wie schlecht die Proportionen bei dem Bild geworden sind. Es hat trotzdem etwas. Ich mags, oh ja! Ich mag es sehr, auch wenn es keinen Hintergrund hat, ja nicht mal einen Grund, weshalb ich es überhaupt gemalt habe &#8211; bis auf den, dass ich unglücklich bin &#8211; ohne Vorzeichnen und ohne alles, einfach aufs Papier geklatscht, dafür ist es einfach hübsch. Ja!</p>
<p>Außerdem muss es gar nicht hübsch sein, wenn es zu perfekt ist, ist es auch gar kein richtiger Mensch mehr.</p>
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		<title>Mein Freund Paul</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 18:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blitzgewitter]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein neuer Freund heißt Paul. Er hat eine entzückend hübsche Nase. Heute hab ich ihn kennengelernt, es war Liebe auf den ersten Blick, denn ich hab ihn zum Fressen gern. Viel kann ich nicht zu unserer Beziehung sagen, sie war leider nur sehr kurz! Sensible Gemüter mögen besser nicht fragen, wo mein kleiner Freund nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein neuer Freund heißt Paul. Er hat eine entzückend hübsche Nase. Heute hab ich ihn kennengelernt, es war Liebe auf den ersten Blick, denn ich hab ihn zum Fressen gern. Viel kann ich nicht zu unserer Beziehung sagen, sie war leider nur sehr kurz! Sensible Gemüter mögen besser nicht fragen, wo mein kleiner Freund nun weilt!<br />

<a href='http://www.mietze.net/blog/mein-freund-paul/paul1/' title='Mein Freund Paul mit Nase!'><img width="150" height="150" src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/paul1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mein Freund Paul mit Nase!" title="Mein Freund Paul mit Nase!" /></a>
<a href='http://www.mietze.net/blog/mein-freund-paul/paul2/' title='Mein Freund Paul im Sonnenlicht'><img width="150" height="150" src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/paul2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mein Freund Paul im Sonnenlicht" title="Mein Freund Paul im Sonnenlicht" /></a>
<a href='http://www.mietze.net/blog/mein-freund-paul/paul3/' title='Die Ärmchen von meinem Freund Paul'><img width="150" height="150" src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/paul3-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Die Ärmchen von meinem Freund Paul" title="Die Ärmchen von meinem Freund Paul" /></a>
<a href='http://www.mietze.net/blog/mein-freund-paul/paul4/' title='Pauls Fingerlein!'><img width="150" height="150" src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/paul4-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Pauls Fingerlein!" title="Pauls Fingerlein!" /></a>
<a href='http://www.mietze.net/blog/mein-freund-paul/paul5/' title='Paul ist hübsch!'><img width="150" height="150" src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/paul5-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Paul ist hübsch!" title="Paul ist hübsch!" /></a>
<a href='http://www.mietze.net/blog/mein-freund-paul/paul6/' title='Paul ist mein Stern!'><img width="150" height="150" src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/paul6-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Paul ist mein Stern!" title="Paul ist mein Stern!" /></a>
<a href='http://www.mietze.net/blog/mein-freund-paul/paul8/' title='In der Sonne ist mein Paul der Schönste!'><img width="150" height="150" src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/paul8-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="In der Sonne ist mein Paul der Schönste!" title="In der Sonne ist mein Paul der Schönste!" /></a>
<a href='http://www.mietze.net/blog/mein-freund-paul/paul9/' title='Mein kleines Fotomodell!'><img width="150" height="150" src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/paul9-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mein kleines Fotomodell!" title="Mein kleines Fotomodell!" /></a>
<a href='http://www.mietze.net/blog/mein-freund-paul/paul10/' title='KuddelmuddelPaule!'><img width="150" height="150" src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/05/paul10-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="KuddelmuddelPaule!" title="KuddelmuddelPaule!" /></a>
</p>
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		<title>Narzissmus</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 19:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenfetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Bätsch :-P]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbstverliebtsein im übertriebenen Maße. Denk ich doch gleich an den Knaben Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt hatte. Ich gebe zu, ich bin genauso! Ich habe einen riesigen Spiegel in meinem Zimmer. Er ist so groß, dass man ihn nicht übersehen kann, egal an welchem Plätzchen man sich in meinem Zimmer befindet. Wache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstverliebtsein im übertriebenen Maße. Denk ich doch gleich an den Knaben Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt hatte. Ich gebe zu, ich bin genauso! Ich habe einen riesigen Spiegel in meinem Zimmer. Er ist so groß, dass man ihn nicht übersehen kann, egal an welchem Plätzchen man sich in meinem Zimmer befindet. Wache ich morgens auf und schaue bewusst in den Spiegel (was ich aus gutem Grunde NIE morgens mache) könnte ich also schon im ersten Augenblick meines Wachseins ein verschlafenes Mietzchen beim Aufwachen sehen. Glücklicherweise habe ich sehr sehr schlechte Augen, so dass ich gerade mal hell von dunkel (samt Farben) voneinander unterscheiden kann, solange ich nicht meine Brille aufhabe.<br />
Aber ich wäre ein schlechter Lügner, wenn ich nicht zugebe, dass ich spätestens nach dem Duschen vor dem Spiegel stehe und kritisch überprüfe wie weit meine Falte rechts oberhalb des Mundwinkels im Gesicht meines Spiegelbildes schon wieder vorangeschritten ist. Die Tage, an denen ich an das Faltenbeschauen denke, sind die schlechten Tage, an denen nichts Gutes passieren kann. Dann gibt es die Tage in denen ich selbstverliebt in den Spiegel schaue und mich an meinen schwarzen Knopfaugen erfreue und froh bin, dass ich so schlechte Augen habe und meine Pupillen immer so aussehen als wäre ich auf Drogen. </p>
<p>Es ist auch erstaunlich, wie ich es mittlerweile schaffe gewisse Körperteile meines Seins einfach auszublenden, je nachdem welche Laune ich gerade habe. Eines der seltsamsten Phänomene ist ja das eigene Wahrnehmungsvermögen. Ich war nie eines der dünnen Kinder, sondern eigentlich hatte ich ab 13 Jahren stets zuviel auf den Rippen. Das Alter weiß ich so genau, weil ich mit 13 den 60 kg bedrohlich nahe kam und als alles Diäten nicht half, half ich mir auf andere Weise: Kurz bevor ich die 60 überschritten hätte, stellte ich mich einfach nicht mehr auf die Waage. 10 Jahre lang habe ich das mindestens durchgehalten. Ich war schon immer ein sehr stures Etwas, zumindest in gewissen Dingen. Als ich dann irgendwann mal Jahrzehnte später doch auf eine Waage musste, waren die 60 kg natürlich schon weit überschritten.. Tja. Jedenfalls was ich sagen wollte, ich fühle mich eigentlich immer als zuviel, zu groß und zu tollpatschig. Gruppenfotos bestätigen mir das, weil in meinen Augen sehe ich im Gegensatz zu dem Rest der Menschheit völlig deplatziert aus. Jaja, so ist das. Jedenfalls haben wir ein sehr dünnes Mädchen auf der Arbeit. Ich fühle mich jedes mal neben ihr wie ein Trampel&#8230; irgendwie kamen wir dann zuletzt auf das Thema Gewicht zu sprechen und siehe da (sie ist kleiner als ich) sie wiegt gerade mal 4 kg weniger als ich. Mein ganzes Weltbild ist irgendwie zusammengebrochen und so recht kann ich es mir immer noch nicht erklären (sieht man sich denn wirklich so völlig verkehrt??? Ich mein das wirklich so, ganz ohne Fishing for compliments!). Nun gut, ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass sie mich angeschwindelt haben muss, oder dass sie sehr sehr schwere Knochen hat, die man ihr nicht ansieht&#8230;.<br />
Ich kann übrigens in Gegenwart anderer Menschen nicht in einen Spiegel schauen. Es ist zum Verrücktwerden, sobald irgendjemand im Raum ist und ein Spiegel befindet sich ebenfalls in diesem Raum, schaffe ich es, selbst dann wenn ich direkt vor dem Spiegel stehe, ihn zu ignorieren. Geistiges ausblenden nenn ich das immer. Es ist fast lächerlich, aber ich habe das Gefühl man könnte mir in die Seele schauen, wenn ich in Gegenwart eines anderen Menschens in einen Spiegel schaue.<br />
Naja irgendwelche Spinnereien verfolgen wir ja alle&#8230; ich hab mir das auch nicht aktiv ausgesucht, das war einfach da, ich weiß nicht mal woher es kommt!<br />
Der Grund warum ich diesen Eintrag überhaupt schreibe ist folgender: Wir haben vor 2 Wochen Portraitfotos in der Arbeit gemacht. Dafür kam extra eine Visagistin und hat unsere Gesichter bemalt. Ich bin natürlich mehr oder weniger stolz nach Hause gelaufen und wollte das Ergebnis auch selbst aufnehmen. Leider ist die Kamera in meinem Rechner so derart schlecht, dass man nicht mal sieht, dass ich geschminkt wurde, was ich jammerschade finde. Nun ja, aber wie das so ist&#8230; wenn man schon mal vor der Kamera steht &#8211; und sagt mir nicht, ihr würdet so etwas nie machen! &#8211; dann hat man natürlich die Gelegenheit zu posieren. Ja, auch ich mache das, ich geb es zu, ich habe eine königliche Freude daran, ab und zu so zu tun als wäre ich ein Fotomodell oder eine Schauspielerin. Die Bilder würde ich natürlich nie herzeigen, die gehören schließlich nur mir! Außerdem würden sie zuviel über mein Ich verraten. Als wenn ich das ja nicht ständig täte, aber es gibt eben Unterschiede. Ich habe den Informationsfluss über mich lieber unter Kontrolle. Naja, wie dem auch sei. Da ein sehr lieber Mensch nach den Schminkfotos gefragt hat, und ich verzweifelt versucht habe samt Photoshop einen Hauch von den Schminkbildern auf den Bildschirm zu zaubern, habe ich es eben ein bisschen künstlerischer gemacht. Und dann sind lustige Bilder entstanden, die ich nicht mehr so schlimm finde, weil sie ja irgendwie doch entfremdet worden sind. Vielleicht kann man sich jetzt ein bisschen vorstellen, wieviel Spaß mir es macht ab und zu vor der Kamera herumzuhüpfen!<br />
Und weil ich trotzdem eine tyrannische mietze bin, bleibt die Kommentarfunktion weiterhin zu. Ich muss zur Zeit meine Weltherrscherbeherrscherin-Allmachts-Phantasien ausleben! Jawohl! Ach so und fragt nicht warum ich diese narzistischen Regungen in mir habe, die bestimmt 99% der Menschheit auch irgendwie in sich haben. Behaupte ich einfach mal!</p>
<p>Tja, wer sich jetzt auf Fotos gefreut hat, wird sich wundern, dass keine zu sehen sind. Mein WordPress mag mich nicht mehr. Es weigert sich, meine Bildchen hochzuladen, bzw. sie in den Artikel zu integrieren. Weiß Gott warum, wahrscheinlich war das ein Wink mit dem Zaunpfahl, es sein zu lassen mit dem Bilderveröffentlichen. Naja, dann halt nicht. Aber weils ein typischer mietzischer Artikel geworden ist, ein solcher, der schon lange nicht mehr geschrieben worden ist und weil ich heute ganz unheimlich selbstverliebt in mich bin, kommt er eben trotz oder gerade deswegen auch ohne Bilder online. Wär ja auch langweilig, wenn Artikel immer das halten, was sie versprechen!!!</p>
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		<title>Verlust der Illusionen</title>
		<link>http://www.mietze.net/blog/verlust-der-illusionen/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 16:43:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mietzisches Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Ach!]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Melancholie]]></category>
		<category><![CDATA[weil es nunmal so ist]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mir das Arbeitsleben anders vorgestellt. Als Erfüllung all meiner Träume und Wünsche. Als das Aufgehen in den täglichen Aufgaben und als das Glück darüber, etwas Sinnvolles zu tun. Ich will nicht sagen, dass das Arbeitsleben, so wie ich es empfinde unglücklich ist, aber es ist anders. Nicht so erfüllend, wie ich mir das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir das Arbeitsleben anders vorgestellt. Als Erfüllung all meiner Träume und Wünsche. Als das Aufgehen in den täglichen Aufgaben und als das Glück darüber, etwas Sinnvolles zu tun. Ich will nicht sagen, dass das Arbeitsleben, so wie ich es empfinde unglücklich ist, aber es ist anders. Nicht so erfüllend, wie ich mir das vielleicht dachte. Dafür sehr ausfüllend. Es bleibt keine Zeit mehr für andere Dinge, nur freitags. Dann wenn ich ein bisschen früher heimgehen kann, spaziere ich in den von Menschen überfüllten Läden in der Fußgängerzone umher. Dann tummeln sich dort alle, die wie ich ihren Feierabend nutzen, um noch schnell ein paar Einkäufe zu tätigen. Früher bin ich einfach vormittags in die Stadt gefahren, und es war ruhig und leer. Jetzt vergeht mir der Spaß am Shoppen, ich mag keine Menschenmengen. Statt abzuschalten, wird man von dem Stress der anderen erfasst.<br />
Ich habe keine Zeit mehr für die Dinge, für die ich früher jede Menge Zeit hatte. Aber ich habe soviel zu tun, dass ich gar nicht dazu komme, sie zu vermissen. Eine Stunde mit Menschen zu verbringen, kostet mittlerweile viel Zeit und Kraft &#8211; Zeit und Kraft die mir am nächsten Tag spürbar in der Arbeit fehlen. Auch den Bayern abends zuzusehen ist schwieriger geworden. Zuletzt bin ich sogar beim Pokalspiel, während des Elfmeterschießens eingeschlafen. Bei der Champions League natürlich nicht! Am nächsten Morgen war ich dafür ein Zombie und die Arbeit dauerte doppelt so lange wie sonst.<br />
Manchmal erschreckt es mich, wieviel Konzentration man in diesen 8 Stunden haben muss. Lässt man nach, schleichen sich Fehler ein. Manchmal kann man gar nichts dagegen tun. Sie sind einfach da. Lese ich dann meine Meldungen am nächsten Tag, ärgere ich mich über meine Dummheit. Andrerseits ist es schön, zu wissen, dass man arbeiten kann, indem man sich auf seinen Kopf verlässt. Das ist tatsächlich eines der vergnüglichsten Gefühle, die ich bei der Arbeit verspüre. Allein dadurch, dass sich Gehirnzellen bewegen, verdiene ich mein Geld. Ich finde das sogar phänomenal. Ich mache eigentlich nichts; ich sage nur meinem Kopf, dass er etwas tun soll, und allein dafür bekomme ich Geld.<br />
Naja, andrerseits habe ich gerade nicht mehr so viel vom Leben. Ich stehe morgens auf, fahre in die Arbeit, arbeite, fahre heim, falle ins Bett und stehe morgens wieder auf. Anfangs war das hart, weil nichts dazwischen übrig bleibt. Und das Wochenende dient zum Erholen und zum Einkaufen. Ehrlich gesagt schlafe ich samstags nur. Sonntags haben dann ärgerlicherweise die Läden zu. Den Montag liebe ich. Eigentlich seltsam, die meisten Menschen mögen keine Montage, aber an welchem Tag der Woche ist man geistig so fit wie am Montag?<br />
Dann gibt es die wenigen Stunden, in denen ich auf dem Balkon sitze, so wie jetzt gerade. Der Wind weht, die Vögel zwitschern, das Grün der Bäume schaukelt im Rythmus des Windes. Dinge, die mir vorher nie aufgefallen sind. Wenn man so unglaublich viel Zeit hat, vergisst man die ruhigen Minuten zu schätzen. Ich freue mich mittlerweile, wenn abends etwas Gutes auf dem Tisch steht. Das fand ich früher schon schön, aber nicht so, nicht mit diesem Genuß.<br />
Das mit dem Malen geht nicht mehr. Dazu habe ich nicht mehr das Herz und auch das Schreiben fällt mir zunehmend schwerer, denn die Begeisterung für die alltäglichen Begebenheiten beginnt zu schwinden. Über die Schönheit eines orangefarbenen Daches im blauen, wolkenfreien Himmel kann ich hier nicht schreiben. Und meine mietzischen Skurillitäten beginnen mich dagegen zu langweilen. Zuletzt wollte ich über den netten Menschen berichten, der mir meinen Morgen gerettet hatte. In Einem Coffee-Shop in München gibt es einen bezaubernd netten Verkäufer, der morgens so unglaublich herzlich strahlen kann, so dass es kaum jemanden gibt, der diesem Lächeln widerstehen kann. So dachte ich. Als ich das zweite Mal dort hinging, fing ich schon an zu zweifeln. Beim dritten Mal, ging mir der Knabe mit seiner guten Laune dermaßen auf die Nerven, dass ich seitdem den Laden meide. Ja, so kann ich also auch nicht über den herzerfrischenden Kaffee-Verkäufer schreiben. Oh, und da fällt mir noch der Bauarbeiter ein. An einem Montag, ich war mit irgendetwas unzufrieden und da man mir jegliche Herzregung im Gesicht ablesen kann, rief mir einer der Bauarbeiter auf der benachbarten Baustelle laut zu, wie man mit so einem grantigen Gesicht herumlaufen könne. Erstaunlicherweise hat das meinen Tag gerettet. Ich muss immer noch innerlich lachen, wenn ich an unsere Begegnung denke, wie böse ich ihn in diesem Moment angeschaut haben muss und wie unfreundlich ich doch war. Jedes Mal nehme ich mir vor, wenn ich ihn wiederseh, dieses Mal freundlicher zu sein, aber seitdem hab ich ihn nie mehr getroffen&#8230; Ja, diese kleinen Geschichten sind im Moment alles was mir bleibt. Sie sind nicht besonders aufregend. Nicht spektakulär. Aber sie sind die Dinge, die mir so manchen Tag retten, von dem ich nichts Gutes zu erwarten habe.<br />
Selbst wenn ich sovieles hergeben musste, was ich geliebt habe, hat mir das Leben doch wenigstens ein paar anderen Schönheiten geschenkt. Es ist wie es ist, man darf nicht jammern. Solange man die Sonne auch hinter den Wolken spürt, solange man ab und zu die Mauern um sein Herz entfernen kann, solange ist man nicht verloren und solange kriegt mich auch das Arbeitsleben nicht unter!</p>
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		<title>Liebes kleines Mäh</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 20:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mähbriefe]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist an der Zeit wieder einen blogeintrag zu schreiben. Aber ich habe keine gepackten Kisten im Kopf, die nur darauf warten geöffnet zu werden. Nein, vielmehr habe ich sie in den letzten Tagen (Wochen?) immer wieder geöffnet. Reingeschaut, den Inhalt gestreichelt und sie dann wieder verpackt und weggestellt für einen besseren Tag. Für einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist an der Zeit wieder einen blogeintrag zu schreiben. Aber ich habe keine gepackten Kisten im Kopf, die nur darauf warten geöffnet zu werden. Nein, vielmehr habe ich sie in den letzten Tagen (Wochen?) immer wieder geöffnet. Reingeschaut, den Inhalt gestreichelt und sie dann wieder verpackt und weggestellt für einen besseren Tag. Für einen Tag an dem es sich lohnt, den Inhalt hervorzuholen.<br />
Nun, heute wäre so ein Tag, ich hätte Zeit. Aber Zeit allein genügt nicht. Mir fehlt die Energie zum Denken. Überhaupt die Energie, sich von irgendetwas mit Begeisterung anstecken lassen zu wollen. Ich analysiere meine Sätze, während ich sie schreibe. Anstecken lassen zu wollen, das geht nicht. Das muss man umschreiben, schreit die Arbeits-Mietze mir zu. LMAA, denkt sich die Feierabendmietze. Wenn Du keine Ruhe gibst, tipp ich Dir auch noch ein paar Tippfehler rein, aus purem Trotz!<br />
Ach kleines mäh, nun red ich mit mir, statt Dir zu schreiben! Also was ich eigentlich sagen wollte. Ich schreib Dir nur, weil ich eigentlich nichts zu schreiben habe und Du zu den Menschen gehörst, die ich zu jeder Tages- und Nachtzzeit zuquasseln könnte. Mit allem möglichen, auch wenn es vielleicht völlig uninteressant ist, aber Hauptsache ich kann es Dir erzählen! Vielleicht brauche ich heute auch einfach nur das Gefühl, endlich wieder Sätze zu schreiben, die ich danach nicht 100 Mal nochmals lesen werde, die ich danach nicht überprüfe, ob das Wort zwei Stellen weiter nicht noch hübscher in der Sprachmelodie klingt und ob das was ich schreibe überhaupt logisch ist. Ach kleines mäh, das Leben war so schön, bevor ich anfing Sätze zu analysieren. Denn man liest nicht nur sein eigenes Geschriebenes mit anderen Augen, man fängt auch an, alles was man liest zu sezieren. Das kann schön sein, bei schönen Texten und wird zur Qual bei unschönen Texten. Gestern hab ich einen Text redigieren müssen (redigieren? ach egal, ich guck nicht nach, ob das Wort jetzt das heißt, was ich meine). Ja, da stand doch tatsächlich drin optische Sichtung! Eine optische Sichtung, unglaublich! Ich frag mich ja, wie man noch anders als optisch sichtet!<br />
Jaja, ich hör schon auf, ich wollte damit auch gar nicht sagen wie toll ich bin. Ich mein so richtig toll sind ja nur die Bayern und an guten Tagen Du vielleicht. Aber nur an sehr sehr guten. Die Bayern sind also jetzt im Finale!<br />
Ach weißt Du, das ist doch eh blöd, wenn ich Dir jetzt schreibe. Weil eigentlich hab ich Dich doch jetzt als wöchentliches Abo, das ist eh viel spannender als blogartikel an Dich zu schreiben, die Du eh niemals lesen wirst. Und nur weil ich kein Thema habe zu schreiben und um des Schreibens Willen schreibe, muss ich Dir eigentlich auch keine Brief schreiben (Achtung hier hätte die Arbeitsmietze jetzt gerufen, da steht zuviel schreiben drin! Und die Freizeitmietze hätte gesagt, nein! Das muss so sein, genau so, ganz viel schreiben, damit man sieht wie gräßlich ich im Innersten meines Herzen das Schreiben mittlerweile finde und wie sehr ich es doch vermisse (? wirklich? ich bin mir nicht sicher!).</p>
<p>Äh ja, kleines mäh. Irgendwie, irgendwie geht das schief.</p>
<p>Gute Nacht!</p>
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		<title>Anti-Dings.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 20:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rabenschmerz]]></category>
		<category><![CDATA[fui]]></category>
		<category><![CDATA[ich will das nicht!]]></category>
		<category><![CDATA[schwierig]]></category>

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		<description><![CDATA[Als man die Juden in Deutschland verfolgt hat, hat man es im Nachhinein nicht verstanden wie so etwas passieren konnte. Dieser unterschwellige Hass, dieses Nicht-Hinschauen-Wollen und ja dieser unterschwellige Hass, der sich entzündet hat zu menschenverachtenden Handlungen. Ich kann so langsam verstehen wie so etwas passiert. Das hat nicht aufgehört, dieses Menschenverachtende. Kritik kann man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als man die Juden in Deutschland verfolgt hat, hat man es im Nachhinein nicht verstanden wie so etwas passieren konnte. Dieser unterschwellige Hass, dieses Nicht-Hinschauen-Wollen und ja dieser unterschwellige Hass, der sich entzündet hat zu menschenverachtenden Handlungen.<br />
Ich kann so langsam verstehen wie so etwas passiert. Das hat nicht aufgehört, dieses Menschenverachtende. Kritik kann man üben, sollte man auch, muss man auch. Was ich aber momentan miterlebe ist dieses Rechthaben der Mehrheit, oder zumindest die Presse, die sich für die Mehrheit hält.<br />
Ich will gar nicht auf das Gedicht eingehen, im Grunde genommen ist es ziemlich egal was darin gesagt worden ist, Israel kommt nicht sehr gut dabei weg. Allerdings ist es weder ein Hetzgedicht, noch eines, dass Menschen beleidigt, zerstören will oder abrundtief böse ist. Ob es recht hat, wird die Geschichte zeigen, klüger ist man allemal im Nachhinein. Die Aufgabe eines Gedichts ist allerdings nicht das Rechthaben.</p>
<p>Was mich aber erschreckt ist die Art und Weise wie Grass angegriffen wird. Diejenigen, die Toleranz fordern, sind zum Teil selbst völlig unfähig diese auszuüben. Viele Journalisten sabbern, als hätten sie nur drauf gewartet, irgendwen zum Teufel schreiben zu dürfen. Plötzlich sind sie alle selbst Ärzte, Psychologen, Schrifsteller; wo sie doch alle vorher nur Redakteure waren. Eines der ersten Dinge die ich während meiner Journalistenausbildung gelernt habe, war, dass man keine psychologischen Gutachten über Menschen schreibt &#8211; weil das steht uns gar nicht zu &#8211; und schon gar nicht in einem menschenverachtenden Ton. Aber muss man dazu eine Ausbildung durchlaufen, um zu wissen, dass man andere Menschen nicht beleidigt, oder ist das nicht eigentlich eine Tugend, die jeder besitzen sollte?</p>
<p>Liebe Redakteure in Deutschland, jedenfalls diejenigen, die jetzt alle so auf Grass einprügeln. Das ist ganz schlechter Stil! Und macht euch keineswegs zu besseren Menschen. Ich hoffe, wenn Ihr später Eure Zeilen mal wieder lest, dann wenn Eure Empörung sich wieder gelegt hat, dass Ihr Euch dann gründlich schämt. Dass Euch dann klar wird, wie Ihr Euch geradezu selbst mit Eurer Kritik besudelt habt. Ich verstehe Israel noch, dass es so überreizt reagiert, das Land hat es nicht leicht und seine Reaktion zeigt wie angespannt die Lage zum Teil ist. Aber von Euch in Deutschland hätte ich mir schon wenn dann konstruktive Kritik erwartet und nicht so etwas hässliches, bei dem Ihr denkt Ihr könntet Euch damit selbst profilieren.<br />
Nein, ganz schwach, setzen 6. Und dass muss ausgerechnet eine Volontärin schreiben.</p>
<p>P.S. Ich bin kein Günter Grass Freund, aber auch kein Feind desjenigen. Ich hab nicht einmal je die Blechtrommel gelesen, aber einige Kritiken waren wirklich unter der Gürtellinie.</p>
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		<title>S-Bahnweisheiten a la mietze</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 17:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blitzgewitter]]></category>
		<category><![CDATA[Buchstabenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Farbenfieber]]></category>
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		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[mietze]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[❤]]></category>

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		<description><![CDATA[In den spärlichen Zeiten, in denen mir wieder einfällt, dass ich ja nun auch ein Smartphone besitze, liebe ich es heiß und innig, besonders heute, als ich in der S-Bahn saß und keinen Block zum Aufschreiben meiner Gedanken parat hatte. Und mag es Euch noch so banal vorkommen, dieses Sprüchlein, es steht für alles, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den spärlichen Zeiten, in denen mir wieder einfällt, dass ich ja nun auch ein Smartphone besitze, liebe ich es heiß und innig, besonders heute, als ich in der S-Bahn saß und keinen Block zum Aufschreiben meiner Gedanken parat hatte.<br />
Und mag es Euch noch so banal vorkommen, dieses Sprüchlein, es steht für alles, was ich in diesen anstrengenden Wochen erlebt habe. Und für meine Entscheidung, die ich heute getroffen habe.<br />
<a href="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/04/S-Memoklein_03.jpg"><img src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/04/S-Memoklein_03.jpg" alt="" title="S-Bahn-Memo 3.4.2012" width="300" height="432" class="alignright size-full wp-image-1156" /></a><br />
Ich glaube ich verstehe die Liebe und ihren Sinn jetzt besser. Eigentlich ist die Liebe letztendlich nur erschaffen worden, damit wir richtig Sterben können.<br />
Im besten Fall erschafft sie wiederum neues (Leben). Und das Problem dabei ist, dass wir den Unterschied zwischen Sterben und Kämpfen oft nicht wirklich verstehen. </p>
<p>Oftmals fühle ich mich wie die Katze unter den Hunden. Dann fällt mir wieder ein, dass meine Freunde und die Menschen, die ich gerne habe und liebe, auch keine Hunde sind und dann bin ich durchaus zufrieden mit dieser seltsamen und verqueren Welt</p>
<div class="clear"></div>
<p>Ich habe zuletzt einen Eintrag wieder gelöscht. So wie das eben immer bei mir ist. Die Unbeständigkeit des Seins ist geradezu vorausschaubar. Aber ich will nicht schlau daherquaken, sondern eigentlich ganz eigentlich mag ich dieses Selbstbildnis von mir irgendwie sehr. Es sieht nicht aus wie ich und ist doch so wie ich und wieder doch auch nicht. So wie es eben sein muss, damit ich es mag. Schwarzweiß ist es noch viel schöner in meinen Augen als mit Farbe. Und ja, es ist kein Kunstwerk, es ist entstanden aus der Unfähigkeit zu merken, dass mein Smartphone neben der einen Kamera außen noch eine zweite Kamera innen hat (Überraschung, würde ich da mal sagen, aber eine von den Schönen). Und so habe ich mich nun auch einmal an die Kunst des Smartphone-Verschönerns gemacht. Ich mag es irgendwie, besondes die weißen Lichter.Es sieht ein bisschen wie aus einem Lady Oscar-Film aus. </p>
<p>Aber nun genug, meine Bayern spielen heute, und die sind fast zum Sterben gut. Lustigerweise habe ich mir nie im Leben überlegt, warum ich diesen Verein so sehr mag. Es geht ja nicht wirklich um die Bayern, sondern eher um diese bedingungslose völlig grundlose Liebe, die ich mir teilweise selbst nicht erklären kann. Jeder, der wagt etwas Schlechtes über meinen FCB zu sagen sinkt rapide in meiner Gunst&#8230;. wenn man darüber nachdenkt ist es wirklich saukomisch, für was wir Menschen uns so engagieren und wofür wir leben.<br />
<a href="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/04/mietze-sw.jpg"><img src="http://www.mietze.net/blog/wp-content/uploads/2012/04/mietze-sw.jpg" alt="" title="mietze-sw" width="500" height="375" class="alignright size-full wp-image-1159" /></a></p>
<div class="clear"></div>
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		<title>Zwänge</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 21:38:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mietze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenfetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Müdigkeit, die mich täglich überfällt. Und dennoch stets nur diese kurzen Phasen in denen ich schlafen kann. Mitten im Tiefschlaf ergreift mich dieser Schwindel, bis mein Körper anfängt SOS zu senden. Seit Neustem halte ich beim Schlafen die Luft an. Immer wieder passiert es und jedes Mal springen sämtliche Alarmsysteme meines Körpers an, so dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Müdigkeit, die mich täglich überfällt. Und dennoch stets nur diese kurzen Phasen in denen ich schlafen kann. Mitten im Tiefschlaf ergreift mich dieser Schwindel, bis mein Körper anfängt SOS zu senden.<br />
Seit Neustem halte ich beim Schlafen die Luft an. Immer wieder passiert es und jedes Mal springen sämtliche Alarmsysteme meines Körpers an, so dass ich mich hellwach im Bett wiederfinde.<br />
Zwänge übertragen sich auf meinen Schlaf. Täglich tu&#8217; ich meiner Sprache Gewalt an. Ich verstümmel sie. Mache Sätze aus ihr fern jeglicher Poesie. Klare neutrale Sätze, die so hässlich sind, dass ich sie, wenn ich sie einen Tag später nochmals lese nicht mehr als meine Handschrift wiedererkenne. Plötzlich hat jedes Wort einen Sinn und ist kein bloßes Füllwort mehr. Jedes Wort steht stramm wie ein Soldat an seinem Platz und wehe wenn nicht! Dann marschiert es. Oder besser gesagt, wird maschiert. Ich bin der Oberbefehlshaber meiner Wortarmee. Es fühlt sich genauso gräßlich an, wie es hier geschrieben steht. Ich will keine kleinen Wortsoldaten. Ich will die Liebe und Schönheit zum Sein und Nichtsein wieder. Ich will das Leben spüren und keine kleinen zackigen Soldaten heranziehen.<br />
Marsch ihr kleinen Informationsträger, ab ins Bett! Es ist Feierabend und stört mich nicht weiter!</p>
<p>Der Eintrag erhält dieses Mal keine Kommentarfunktion, denn mein schlechtes Gewissen erlaubt nicht den letzten unkommentiert zu lassen! Aber der Eintrag musste jetzt einfach sein. Sonst gewinnt mein Spezial-Wort-Truppe das Sagen über mich!</p>
<p>Und das wäre doch mal wirklich gräßlichst&#8230; und wie!!! Himmel, heute weiß ich wieder, warum ich unbedingt ein blog brauche. Sonst werden meine Herzensworte von den Wort-Legionären einfach so augelöscht. Fui!! Meine Rebellen werden gewinnen, das ist schon mal sicher, aber sowas von!</p>
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